Golfplatzpflege

Golfplatzpflege

Eines unserer wichtigsten Standbeine ist die Pflege von Golfanlagen. Neben der Komplettübernahme (inkl. Maschinen) können nachfolgende Einzelarbeiten in Auftrag gegeben werden:

Metrologie

Rasenkrankheiten erkennen, Analysieren, Behandlungsvorschläge

Düngen

Wir beraten Sie gerne beim richtigen Einsatz von Dünger. Sie können bei uns auch direkt den richtigen Dünger für Ihre Anlage erwerben. (Schnelllösliche Dünger sowie Langzeitdünger in bester Qualität.)

Düngen nach Bodenanalysen

Herbizit & Fugizit

Groomen

Unter Groomen versteht man den Einsatz eines Groomers oder ähnlichen Gerätes vor dem eigentlichen Schnitt, es wird auch von leichtem Vertikutieren gesprochen; in der Regel werden Groomer nur bei Greensmähern verwendet, auch neuere Fairwaymäher sind schon damit bestückt.

Speiken/Schlitzen

Speiken und Schlitzen bedeutet, förmige Messer mittels Gewichten bei Vorwärtsbewegungen in den Boden eindrücken. Speiker und Schlitzer sind sowohl in Form von Zusatzausrüstungen für Triplex-Mäher, als auch als Anbaugeräten für Pflegetraktoren erhältlich. Sie bestehen aus Schlitzmesserwellen mit ca. 12 – 15 Messerscheiben/m Arbeitsbreite mit je ca. 10 – 15 Messern bzw. Speiker. Die Arbeitstiefe beträgt meist nur wenige cm bis zu 10 cm.

Tiefenbohren/TAS Verfahren

Dies ist ein Bohr-Aerifizierverfahren mit hohlraumfreier Verfüllung der Aerifizierlöcher in einem Arbeitsgang. Möglich sind Bearbeitungstiefen bis 300 mm mit sofortiger Verfüllung der Löcher, sowie bis 450 mm ohne sofortige Verfüllung.

  • Vertikutieren
  • Tiefenlüften (Verti-Drainen) bis 35 cm
  • Besanden
  • Einschleppen
  • Verlegen von Rasensoden
  • Nachsaat sowie Neuanlagen
  • Individuelle und standortbezogene Rasenmischungen

Aerifizieren: (Aero = Luft) bedeutet wörtlich das Belüften des Bodens bzw. der Rasentragsschicht

Arbeitstiefe: je nach Länge der Werkzeuge und Bodenzustand 5 – 15 cm. Achtung: Je tiefer, umso unruhiger die bearbeitete Fläche, Niederhalter verwenden.

Aufbau und Funktion:
Vertikal arbeitende Aerifizierer: (Excenter- Taktverfahren) mit Hohlstacheln oder massiven Vollstacheln. Meist tiefere Ausstiche; Cirkulär arbeitende Aerifizierer: mit Hohlstacheln, Löffelzinken oder Vollstacheln auf einer Trommel oder auf Scheiben.

Zweck und Auswirkung:

Beseitigung von Bodenverdichtungen
Erhöhung der Wasserinfiltration
Belüftung der Wurzelzone – Entweichung von CO² – Gasaustausch
Anregung des Wurzelwachstums (vor allem in den Ausstichslöchern)
Veränderung des Substratzusammensetzung durch Einbringung des Topdressmaterials (auf Körnung achten)
Ausstechen von Rasenfilz (bei 400 Löcher/m² Spoondurchmesser 12 mm beträgt die ausgestochene Fläche ca. 4,5%).

Art der Spoons:

Vollspoons in verschiedenen Längen und Stärken
Kreuzspoons in verschiedenen Längen und Stärken
Hohlspoons in verschiedenen Größen
Zeitpunkt/Einsatzhäufigkeit: Besonders günstig ist die Hauptwachstumszeit von Mai bis September. Ein durchfeuchteter Boden erlaubt in der Regel ein leichteres und tieferes Eindringen der Werkzeuge, birgt aber auch bei zu hoher Feuchte die Gefahr einer erneuten Verdichtung durch die relativ schweren Arbeitsgeräte.

Greens: mind. 1 x/Jahr bei dünneren Spoons (Tiefe 4 – 5 cm) 4 – 8 x/Jahr

Tees: 2 – 4 x/Jahr

Fairways: je nach Bedarf, meist mit cirkulären Geräten (schneller)

Aerifizieren mit Vollspoons: Einsatz nur, wenn keine Verdichtungsgefahr besteht, da kein Material ausgestochen, sondern nur zur Seite gedrängt wird. Sinnvoll z. B. in sommerlichen Trockenperioden zur Erhöhung der Wasserinfiltration. Hinterlässt an der Bodenoberfläche geringere Spuren.

Vertikutieren:
Warum vertikutieren? Ist in einer Rasennarbe der Zuwachs an organischer Substanz größer als deren Abbau, so entsteht Rasenfilz (Thatsch). Dieser meist bräunliche Filz besteht aus lebenden Pflanzenteilen wie Stengeln, Blätter, Stolonen und flach wachsenden Wurzeln, vermischt mit abgestorbenen und sich zersetzenden Pflanzenresten.

Wann vertikutieren? Auf Greens ist der günstigste Zeitpunkt das zeitige Frühjahr (Wichtig: Es sollte nach dem Vertikutieren keinen starken Frost haben). Kurz bevor die Narbenverdichtung durch Bestockung und Ausläuferbildung einsetzt. Dadurch wird gewährleistet, dass die Grasnarbe nur gering beschädigt wird und sich schnell regenerieren kann. Ein weiterer günstiger Zeitpunkt liegt im Spätsommer/Frühherbst, wo meist ein erneuter Wachstumsschub der Gräser erfolgt. Wichtig: Nie bei heißer Witterung vertikutieren, immer kühlere Tage wählen.

Wie tief vertikutieren? Leichtes Groomen bis maximal 2 – 3 mm über Grasnarbe, Vertikutieren/Entfilzen bis zur Grasnarbe, starkes Vertikutieren/Bodenanritzen ist 1 – 3 mm unter der Grasnarbe.

Vertitrainen:
Tiefenlockerung: Tiefen-Aerifizieren mit variabler Tiefeneinstellung (bis max. 40 cm), für alle Funktionsflächen. Die Arbeitswerkzeuge (Hohl- oder Vollstacheln) bewegen sich um einen Drehpunkt abwärts, vor, zurück und aufwärts. Antrieb über Schlepperzapfwelle und Schaltergetriebe zur Regulierung des Lochabstandes in Fahrtrichung (5-20 cm). Die Bodenlockerung sollte durch Besanden und durch ein starkes Wurzelwachstumsschub erfolgen. Der Boden darf zur Zeit der Durchführung nicht wassergesättigt sein (Verschmierungen/ Verdichtungen). Durch eine spezielle Knickbewegung der senkrecht einstechenden Vollspoons im Boden wird der Boden angehoben und der Verdichtungshorizont gebrochen. In den entstandenen Freiräumen können Luft und Wasser wieder eindringen, die Wurzel kann sich entfalten.

Anwendungsbeispiele: 1 Woche vor Turnieren, Greens leicht besanden, danach mit 8 mm Vollspoons ohne Kippbewegung (kann eingestellt werden) vertitrainen. Danach Sand nur leicht einkehren und kurz bewässern.

Bei heißer Witterung mit 8 mm Vollspoons ohne Kippbewegung über die Greens fahren. Die Oberflächenspannung wird dadurch gebrochen.

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